Digitaler Pinseltanz

Horst Gläsker

26. August 2021 bis 9. Januar 2022

Quickinfo / Termine

  • Ausstellung von 26. August 2021 bis 9. Januar 2022
  • Öffnungszeiten – werktags 10 – 18 Uhr
  • Ort: H31 Smart Campus Lobby und HUB31, Hilpertstr. 31, 64295 Darmstadt – Lounge, Flure – Anreiselink
  • Vernissage der Gemeinschaftsausstellung mit weiteren Künstlern am 26. August 2021 – 18:30 h – Programm und Bilder siehe Gemeinschaftsseite DigitalART

Am Anfang steht die malerische Aktion. Dies sind Malereien, die in Performances entstehen und inspiriert sind vom Rhythmus der Musik und des Tanzes. Die Pinseltänze gehen von den Gegensätzlichkeiten im Menschsein aus, bewegen sich zwischen Chaos und Form, Ekstase und System, Freiheit und Ordnung, Wahnsinn und Vernunft. Ich lasse zunächst das Unbewusste, das Zufällige, das Chaotische geschehen – um es dann ins Bewusste, ins Präzise zu verwandeln. Also das Momentane, Spontane und Ungeplante wird in feste zeitlose Formen gebracht. Ich male vorwärts und rückwärts, wild und ekstatisch. Der ersten schnellen „Geste des Augenblicks“ folgt eine langsame, kontemplative Arbeitsphase – reine Meditation.
Diese Pinseltanz-Bilder werden gescannt und am Computer zu völlig neuen Kompositionen weiterentwickelt und dann als digitale Megaprints gedruckt und auf Aludibond und hinter Plexiglas kaschiert.
Es geht um Ekstase und System, um Zufall und Präzision,
um wildes Denken und künstlerische Freiheit.
Es geht um Rhythmus, Energie, Ruhe und Leichtigkeit.
Ich erforsche das Universum.

Der Düsseldorfer Künstler Horst Gläsker kehrt nach 31 Jahren zurück in die Eingangshalle des H31 in Darmstadt, wo er damals, für den Neubau dieses Gebäudes, des ehemaligen Posttechnischen Zentralamtes, zwei große Wandbilder und einen bemalten Turm realisierte. Horst Gläsker gewann 1987 den 1.Preis im Kunst am Bau-Wettbewerb der anlässlich des Neubaus ausgelobt wurde. Die Einladung dazu entwickelte sich aus seiner Teilnahme an der Ausstellung Standort ‚87, der 25. Jahresausstellung der Neuen Darmstädter Sezession auf der Mathildenhöhe. Gläsker gehört zu jener Generation von Düsseldorfer Künstlern, die sich um 1980 gegen den formalen Purismus und gegen die vernunftbetonte Abstraktion der modernen Kunst auflehnten und wieder nach dem Phantastischen und Erzählerischen im Ausdruck des Kunstwerkes suchten.

Mit dem 5,3 x 27 Meter großen Wandbild „Sphären“ für den Veranstaltungssaal gelang ihm ein eindrucksvolles Gleichnis für die kosmische Unendlichkeit und für galaktische Visionen. Das in die Wandmalerei diagonal integrierte, quadratische Raster aus venezianischen Goldsmalten deutet bereits auf die Pixel der modernen Computerästhetik hin. Dieses Wandbild ist auch heute  noch nach Renovierung und mehrfachen Besitzerwechsel im heutigen H31 Smart Campus  neben der Ausstellung von artLAB zu sehen.

Er stellt gemeinsam mit weiteren Künstlern in der Gemeinsschaftsausstellung „DigitalART in der Digitalstadt“ vom 26.8.2021 bis 9. Januar 2022 aus. Zu den anderen Künstlern, zur Ausstellungseröffnung, Bildern davon, weiteren Informationen wie Lageplan, Begleitveranstaltungen über die Gemeinsschaftsseite „#LAB digital ART„.

Horst Gläsker

Geboren 1949 in Herford

1973 – 1979 Studium der Malerei, Düsseldorfer Kunstakademie
1998 – 2004 Professur an der Kunsthochschule Kassel
lebt und arbeitet freischaffend in Düsseldorf

Er hat seine  Werke seit 1980 in einer Vielzahl von Ausstellungen gezeigt und ist als Aktionskünstler aktiv.
Er gestaltet an vielen Orten in Deutschland  Kunst im öffentlichen Raum und Kunst in Architektur , z.B.
das Tor der 4 Elemente und Sphärenbild im Posttechnischen Zentralamt jetzt H31 in Darmstadt, das jetzt auch noch im gleichen Gebäude wie die Ausstellung bei artLAB zu sehen ist.

https://horst-glaesker.de/